US-Steuerpflicht für Leipziger mit amerikanischen Wurzeln: Finanzielle Fallstricke und mögliche Lösungen

Leipzig ist eine international geprägte Stadt mit einer wachsenden Zahl von Einwohnern, die durch Geburt oder familiäre Wurzeln neben der deutschen auch die US-Staatsbürgerschaft besitzen. Doch vielen ist nicht bewusst, dass sie auch als in Deutschland lebende US-Bürger steuerpflichtig in den Vereinigten Staaten sind. Diese steuerliche Verpflichtung kann weitreichende finanzielle Folgen haben und stellt viele Betroffene vor unerwartete Herausforderungen.

Wie betrifft das Leipziger mit amerikanischen Wurzeln?

Steuerpflicht trotz Wohnsitz in Deutschland

Das US-Steuersystem basiert nicht auf dem Wohnsitz, sondern auf der Staatsbürgerschaft. Das bedeutet, dass alle US-Bürger – selbst wenn sie ihr gesamtes Leben in Leipzig verbracht haben – jährlich eine US-Steuererklärung (Form 1040) einreichen müssen. Selbst Einkommen, das ausschließlich in Deutschland erzielt wurde, kann für die US-Steuerbehörde IRS relevant sein. Besonders betroffen sind sogenannte Zufalls-Amerikaner (Amerikaner in Deutschland), die sich ihrer Steuerpflicht oft nicht bewusst sind.

Probleme mit Bankkonten

Durch das Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA) sind deutsche Banken dazu verpflichtet, US-Bürger zu identifizieren und ihre Finanzdaten an die US-Behörden weiterzuleiten. Viele Banken lehnen es mittlerweile ab, Konten für US-Staatsbürger zu führen, da die Einhaltung der strengen US-Vorschriften mit hohem Aufwand verbunden ist. Einige Betroffene in Leipzig berichten sogar von plötzlichen Kündigungen ihrer Bankkonten. Ohne eine gültige Social Security Number (SSN) oder Tax Identification Number (TIN) kann es zudem schwierig sein, Bankdienstleistungen in Anspruch zu nehmen.

Doppelbesteuerung bei Einkommen und Renten

Einkommen, das in Deutschland erwirtschaftet wird, unterliegt auch hier der Besteuerung. Ohne sorgfältige Steuerplanung kann es passieren, dass bestimmte Einkommensarten sowohl in Deutschland als auch in den USA versteuert werden müssen. Selbst Rentenzahlungen aus deutschen Versicherungen können von der US-Steuerbehörde IRS als steuerpflichtig angesehen werden. Zudem müssen viele US-Bürger den FBAR (Foreign Bank Account Report) ausfüllen, wenn ihre ausländischen Bankkonten insgesamt über 10.000 USD liegen.

Welche Lösungen gibt es für Betroffene in Leipzig?

Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten, um steuerliche Nachteile zu minimieren:

  • Doppelbesteuerungsabkommen nutzen: Zwischen Deutschland und den USA existiert ein Steuerabkommen, das eine Doppelbesteuerung in vielen Fällen verhindern kann.
  • Steuererleichterungen beantragen: Bestimmte Auslandseinkommen können unter der Foreign Earned Income Exclusion (FEIE) von der US-Steuerpflicht befreit werden.
  • Steuerliche Beratung in Anspruch nehmen: Ein erfahrener Steuerberater, der sich mit dem deutschen und US-amerikanischen Steuerrecht auskennt, kann helfen, kostspielige Fehler zu vermeiden.
  • Expatriation als letzter Ausweg: Falls die steuerlichen Verpflichtungen zu große Belastungen darstellen, gibt es die Möglichkeit, die US-Staatsbürgerschaft offiziell aufzugeben. Dies ist jedoch ein aufwendiger und teurer Prozess und kann mit der Exit Tax verbunden sein.

Hilfe für Betroffene in Leipzig

Viele in Leipzig lebende US-Staatsbürger wissen nicht, dass sie steuerpflichtig sind – bis sie von ihrer Bank oder sogar von der US-Steuerbehörde IRS kontaktiert werden. Wer in dieser Situation ist, sollte schnell handeln, um finanzielle und rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.

Americans Overseas bietet gezielte Unterstützung für US-Bürger in Deutschland. Von der Klärung der Steuerpflicht bis hin zur Unterstützung bei der Beantragung von Steuererleichterungen – eine frühzeitige Beratung hilft, unnötige Strafen oder finanzielle Verluste zu vermeiden.

Kontakt und Beratung: Americans Overseas

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