Die HHL Leipzig Graduate School of Management geht innovative Wege in der digitalen Wissensvermittlung. Mit „Timotar“, einem KI-gestützten Avatar, bietet sie ab sofort einen interaktiven Sprach- und Chatbot, der fundierte Antworten auf wirtschaftspsychologische und führungsbezogene Fragen liefert.
Timotar steht Studierenden, Führungskräften und allen Interessierten rund um die Uhr und ohne Anmeldung kostenfrei zur Verfügung – in fast 30 Sprachen. Der digitale Avatar beantwortet fundiert und praxisnah wirtschaftspsychologische Fragen zu Leadership und Krisenmanagement, Purpose-Orientierung und Gemeinwohl sowie zum Leipziger Führungsmodell.
Dank modernster KI-Technologie lernt Timotar mit jeder Interaktion dazu und entwickelt sich kontinuierlich weiter. Sein Wissen basiert auf der Forschung von Prof. Dr. Timo Meynhardt, Inhaber des Dr. Arend Oetker Lehrstuhls für Wirtschaftspsychologie und Führung an der HHL.
Prof. Dr. Tobias Dauth, Rektor und Kaufmännischer Geschäftsführer der HHL, begrüßt die Initiative des Lehrstuhls: „An der HHL hinterfragen wir kontinuierlich, wie moderne Lehre gestaltet sein muss, um Wissen bestmöglich zu vermitteln. Spannende Projekte wie der KI-Avatar Timotar testen, wie Künstliche Intelligenz die Wissensvermittlung an Business Schools erweitern kann – und wo der persönliche Austausch unersetzlich bleibt.“
Offenheit für KI mit kritischem Bewusstsein
26 HHL-Studierende nutzten den KI-Avatar erstmals im Rahmen einer Lehrveranstaltung. Die Rückmeldungen zeigen eine breite Zustimmung zu Timotar. 80 Prozent bescheinigen ihm ein fundiertes Fachwissen, während 65 Prozent angeben, sich auf seine Fähigkeiten und Qualifikationen verlassen zu können. Auch ethische Aspekte finden Zustimmung: 69 Prozent der Studierenden sind überzeugt, dass Timotars Verhalten von soliden Prinzipien geleitet wird.
Die Rückmeldungen verdeutlichen zudem eine grundsätzlich positive Haltung gegenüber Künstlicher Intelligenz. 92 Prozent der Studierenden zeigen sich beeindruckt von den Möglichkeiten der Technologie, während 88 Prozent daran interessiert sind, KI-Systeme aktiv in ihren Alltag zu integrieren. Gleichzeitig bleibt eine differenzierte Perspektive bestehen: Rund ein Drittel der Studierenden hält menschliche Kompetenzen weiterhin für überlegen.
Niedrigschwelliger Zugang zu Führungs- und Gemeinwohlforschung
„Wir erleben gerade eine Bildungsrevolution ersten Ranges. Mit unserem Angebot an der HHL zeigen wir, wie ein nächster Schritt in der Hochschullehre aussehen kann. Ich gehe davon aus, dass wir unsere Rolle als Lehrende neu definieren müssen“, erklärt Meynhardt. „Der KI-gestützte Avatar ermöglicht es, sich jederzeit praxisnah und fundiert mit zentralen Führungs- und Gemeinwohlthemen auseinanderzusetzen. Studierende können ihr Wissen gezielt vertiefen, während Führungskräfte neue Perspektiven gewinnen. Gerade in Zeiten rasanter Veränderungen sind durchdachte Entscheidungen essenziell. Timotar schafft einen interaktiven Dialog, macht wirtschaftspsychologische Fragen individuell erfahrbar und fördert so die Entwicklung von Führungskompetenzen.“
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