Ein Grund zum Feiern! Der im sächsischen Leipzig stationierte Rettungshubschrauber „Christoph 61“ der gemeinnützigen ADAC Luftrettung feiert am heutigen 2. April 2025 sein 35-jähriges Dienstjubiläum. „Christoph 61“ war 1990 der erste Rettungshubschrauber, der in den neuen Bundesländern in Dienst gestellt wurde.
Seit Indienststellung hat der Rettungshubschrauber 43.678 Einsätze absolviert, anfänglich noch unter der Flagge der Internationalen Flugambulanz (IFA). Als die ADAC Luftrettung gGmbH 2005 in Leipzig den Rettungsdienst aus der Luft übernahm, wechselte der rot-weiße Anstrich von „Christoph 61“ zum markanten Gelb des ADAC. Seither rückten die fliegenden Gelben Engel zu 26.284 oft lebensrettenden Einsätzen aus.
2007 wurde die heutige Doppelstation in Dölzig eröffnet, von der „Christoph 61“ und die Schwestermaschine „Christoph 63“ seitdem zu ihren Einsätzen abheben. Die Crew, die jeweils aus einem Piloten, Notarzt und Notfallsanitäter (TC HEMS) besteht, ist innerhalb von zwei Minuten einsatzbereit.
Leipzig birgt eine Besonderheit: Der Standort ist der einzige in Europa, an dem für Notfalleinsätze zwei Rettungshubschrauber (RTH) ihre Basis haben. Ihre zweite Doppelstation in Senftenberg in Brandenburg betreibt die ADAC Luftrettung mit einem Rettungshubschrauber (RTH) für Notfalleinsätze und einem Intensivtransporthubschrauber (ITH) für Patiententransporte von Klinik zu Klinik.
Die beiden Leipziger Hubschrauber des Typs EC-135 fliegen in erster Linie Rettungseinsätze im Radius von rund 70 Kilometern um Leipzig. Jederzeit könnte dort im Rahmen einer Randzeitenerweiterung auch in die Dämmerung und Dunkelheit geflogen werden. Möglich sind solche Einsätze unter anderem durch spezielle Nachtsichtbrillen als Teil eines hochmodernen „Night-Vision-Imaging-Systems“, kurz NVIS genannt.
Gemeinsam absolvierten „Christoph 61“ und „Christoph 63“ allein im Jahr 2024 über 2400 Einsätze. Piloten und Rettungsfachpersonal kommen von der ADAC Luftrettung gGmbH, während die Ärzte vom Städtischen Klinikum „St. Georg“ Leipzig und dem BG Klinikum Bergmannstrost Halle gestellt werden. Beauftragt werden die „zwei Engel für Leipzig“ vom Sächsischen Staatsministerium des Innern und alarmiert von der Integrierten Regionalleitstelle Leipzig.
Im Juni steht ein bedeutender personeller Wechsel in Leipzig an. Dann rückt nach fast 7500 Flugstunden der langjährige Pilot und Stationsleiter Martin Handschuh zu seinem letzten Einsatz aus. Er hat den Standort fast 20 Jahre lang geleitet und die Stationsleitung vor einiger Zeit bereits an Pilot Lutz Kalina übergeben.